Express- und Courierblitz GmbH
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Mist und Gold kosten im Prinzip gleich viel

Vor 25 Jahren Kurierdienst ohne Führerschein gegründet

Rund 90 Tonnen Papier, eine Zeitungsauflage, verteilt die Schweriner Express und Courierblitz GmbH an jedem Wochenende zwischen Poel, Schwerin, preußisch Karstädt, Dömitz und Plau am See. Bis zu 6 Sattelzüge und bis zu 30 Transporter sind dafür freitags und samstags zwischen Druckerei und Verteilern unterwegs. Bis zu siebzig Touren werden dafür gefahren. Seit 1990 wurden so über 70.000 Tonnen Papier bewegt. Die Express und Courierblitz GmbH feiert in diesem Jahr Ihren 25. Geburstag. Heute hat auch der Chef eine Fahrerlaubnis.

 

Und so fing alles an ...

„Hast du ‘ne Fahrerlaubnis?“ „Nee.“ „Wollen wir eine Kurier- und Transportfirma gründen?“ „Ja.“ Und los ging’s. Das war 1990. Peter Kläbe hatten gerade in Rostock sein Studium der Verkehrswirtschaft mit einem Diplom absolviert, als die Wiedervereinigung seine beruflichen Pläne in gänzlich neue Bahnen warf. Mit 25.000 DDR-Mark Stammkapital und weiteren 5.000 Mark Investitionsvolumen hat er in Schwerin die Express und Courierblitz GmbH gegründet. Mit der HRB-Nummer 72 (HRB = Handelsregister Abteilung B) gehört das Unternehmen zur ersten Firmengeneration im damals neu entstandenen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. „Um einen Kurierdienst zu gründen, braucht man nicht zwingend eine Fahrerlaubnis. Aber man sollte Logistikleistungen entwickeln, organisieren und umsetzen können“, sagt Peter Kläbe, der seine Fahrerlaubnis erst rund drei Jahre nach der Firmengründung erworben hat.

„Der erster Auftrag war, die Karosserie eines Saporoshez zu einem Schrottplatz zu bringen“, erinnert sich Peter Kläbe. „Der Auftrag brachte damals 45 Westmark und kein Trinkgeld.“ Mit einer abenteuerlichen Konstruktion auf einem Anhänger, der für eine Last von 300 Kilogramm ausgelegt war, bugsierte der Jungunternehmer die Karosserie quer durch Schwerin. Im Gründungsjahr ergab sich auch ein Kontakt zur Funk Express Courierdienst GmbH in Hamburg. Sie nahm das Schweriner Startup unter ihre Fittiche und brachte dem diplomierten Ost-Unternehmer die grundlegenden Spielregeln des Geschäfts bei. „Ohne das Studium und ohne die Hilfe der Mentoren in Hamburg hätte Peter Kläbe die Firma nicht auf die Beine bekommen“, sagt er heute rückblickend. Bis heute ist Peter Kläbe seinen Hamburger Kollegen in Freundschaft verbunden.

Ihr erstes Büro hatte die Express und Courierblitz GmbH in der Reiferbahn in Schwerin-Mitte. Die Lage war zwar sehr zentral, aber ein Festnetztelefon hatte sie damals noch nicht. Peter Kläbe behalf sich mit Funkgeräten und einer DDR-Funklizenz. Die ersten Aufträge lieferte er zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Bus und Straßenbahn aus. Akten, Schlüsselbunde, Zeitungen und Kleinstsendungen transportierte er damals. Seine Freundin verdiente den Lebensunterhalt, er baute sein Netzwerk auf - akquirieren und immer wieder neue Kunden suchen – das war die Lebensader seiner Firma – tägliche Liniendienste in Mecklenburg-Vorpommern, eine Funkzentrale für In- und Auslandstransporte sowie ein Medizinischer Kurier- und Liniendienst.

Laske und Kläbe - Kurierdienst Schwerin

Geschäftsführer Klaus Peter Laske und Peter Kläbe: Vor 25 Jahren gründete Peter Kläbe die Express und Courierblitz GmbH in Schwerin. Heute wird im Unternehmen qualifiziertes Qualitätsmanagement betrieben, es ist zertifiziert nach ISO 9001 : 2008, verfügt über eine Postlizenz und beschäftigt 35 Mitarbeiter.

 

Das Prinzip ist einfach und komplex zugleich. Auf den nach Ort und Zeit fest und verlässlich eingerichteten Touren können Kunden ihre Transportgüter zum Versand aufgeben. Ist auf einer Tour ein Fahrzeug überbucht, kommt ein weiteres zum Einsatz. So fährt die Express und Courierblitz Gmbh heute täglich zweimal etwa 500 Arztpraxen und 20 Krankenhäuser an. Sie verteilt Zeitungen tonnenweise in der Fläche bis hin zum Zusteller, befördert Personen und bietet die Mitnahme von Sendungen als Zuladung im Linienverkehr an.

Schlagworte wie Mindestlohn und autonom fahrende Autos schrecken den Unternehmer nicht. „Durch den Mindestlohn sah er sich veranlasst, seine Betriebswirtschaft komplett neu zu ordnen. Die Kunden haben eine damit verbundene leichte Preiserhöhung akzeptiert, und er hat Licht in die dunklen Ecken so mancher Betriebsabläufe gebracht. Jetzt funktioniert alles sehr viel reibungsloser. Das macht das Unternehmen zukunftsfähig“, versichert Peter Kläbe. „Autonomes Fahren hin oder her, für uns ist nicht das Fahrzeug entscheidend, sondern unser Mitarbeiter, der beim Kunden auftritt und die Firma repräsentiert.

Ob Mist oder Gold transportiert wird, im Prinzip kostet es immer gleich viel. Unsere Fahrzeuge werden immer den Menschen brauchen“.

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